Das Fach

 

 

„Der evangelische Religionsunterricht achtet die unverfügbaren persönlichen Glaubensüber-zeugungen der Schülerinnen und Schüler und ist offen für ihre unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Grundorientierungen. Gerade deshalb ist er offen für alle Schülerinnen und Schüler, die an ihm teilnehmen wollen, bzw. deren Eltern dies wünschen. In diesem Sinn sichert der evangelische Religionsunterricht nach Art. 7 GG in Verbindung mit Art. 4 GG das Recht auf positive Religionsfreiheit des Einzelnen. Seine konfessionelle Ausrichtung wird durch die Konfessionalität der Lehrkräfte, ihre kirchliche Unterrichtserlaubnis und den Kernlehrplan gewährleistet.“

Kernlehrplan für das Gymnasium – Sekundarstufe I und II in NRW, S. 10.

 

 

 


 

 

Der evangelische Religionsunterricht will die Frage nach Gott wecken und zugleich reflektieren. Er will die Schülerinnen und Schüler zu einem selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Leben befähigen und fragt insbesondere nach einer tragfähigen Grundlage mitmenschlichen Verhaltens in der modernen, von Individualisierung und Leistungsorientierung geprägten Welt. Evangelischer Religionsunterricht widersetzt sich dabei jeder Verengung des Menschenbildes auf Nutzen oder Funktionen und führt die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit dem Sinn und Wert des Lebens. Der evangelische Religionsunterricht führt in die Grundlagen christlichen Glaubens in evangelischer Prägung ein, indem er einen Raum für die Begegnung und Auseinandersetzung mit kirchlichen Institutionen und anderen Formen gemeinschaftlich gelebten Christentums eröffnet und ein eigenes, kompetentes Urteil ermöglicht. Auch durch die intensive Auseinandersetzung mit anderen Religionen vermittelt der evangelische Religionsunterricht die Fähigkeit zu einer persönlichen und begründeten Entscheidung und erzieht zugleich zu Toleranz und Respekt gegenüber anderen weltanschaulichen Positionen.

Insbesondere der Religionsunterricht trägt auch zur Werteerziehung, zum Aufbau sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft, sowie zur nachhaltigen Entwicklung und Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen bei. Das Fachkollegium ist bemüht, Inhalte anderer Fächer in den Unterricht einzubinden, wie beispielsweise die des Geschichts-, Politik-, Deutschunterrichtes und auch das lokale Umfeld, wie den jüdischen Friedhof in Lengerich, die Moschee, das Hospiz oder die katholische Kirche St. Margareta durch Unterrichtsgänge.

Zwischen den beiden Fachschaften evangelische und katholische Religionslehre besteht eine gute Partnerschaft, die sich darin zeigt, dass beide Fächer eine gemeinsame Fachkonferenz bilden und im Austausch miteinander Schulleben gestalten, Projekte planen und gemeinsam Gottesdienste feiern.

 

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