Facharbeiten im Fach Pädagogik

Laut Lehrplan zielt wissenschaftspropädeutisches Lernen darauf ab, die Schülerinnen und Schüler mit den Prinzipien und Formen selbstständigen Lernens vertraut zu machen. Facharbeiten sind hierzu besonders geeignet. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler soll im Verlauf der Schullaufbahn eine Facharbeit anfertigen. Facharbeiten ersetzen in der Jahrgangsstufe 12 nach Festlegung eine Klausur. Eine Facharbeit hat den Schwierigkeitsgrad einer Klausur; sie soll einen Schriftumfang von 8 bis 12 Seiten nicht überschreiten. Gleichartige Arbeiten gehören zum Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“.

 

Im Schuljahr 2010/ 2011 wurden im Fach Pädagogik unter anderem Facharbeiten zu folgenden Themen verfasst:

  • Der Alltag eines körperlich und geistig behinderten 6 jährigen Jungen. – Ein Fallbeispiel aus dem Verwandtenkreis.
  • Die Entwicklung von Kindern mit Down Syndrom im Schulalter mit besonderem Bezug auf ihre Sozialisation.
  • Magersucht im familiären Umfeld.
  •  Anorexia nervosa – psychosomatische Therapie im besonderen Hinblick auf die
  • LWL Klinik in Lengerich.
  • Das Tourette Syndrom und die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen.
  • Armut in Deutschland.
  •  „Das Böse im Menschen“. Gewalt und Aggressionen im Nationalsozialismus.
  • Die Behandlung von Sprachstörungen bei Kindern und Jugendlichen im Sprachheilzentrum „Werscherberg“ in Bissendorf.

 

  1. Autistische Kinder brauchen starke Eltern. In dieser Facharbeit sollten Hilfestellungen für die Eltern autistischer Kinder gegeben werden. Außerdem sollte dargestellt werden, wie groß die Belastung sein kann, um ein autistisches Kind zu erziehen und durchs Leben zu begleiten.(Kristin Berlemann)
  2. Homosexualität im Jugendalter – Spannungsfelder und Konflikte. Die Facharbeit thematisiert Ursachen von Homophobie, deren destruktive Auswirkungen auf die Entwicklung eines homosexuellen Jugendlichen und erläutert pädagogisch sinnvolle Ansätze, um das Spannungsfeld innerhalb der Familie zu entschärfen. Die Intention dieser Facharbeit war primär, auf die Vernachlässigung dieses Problems in der Pädagogik aufmerksam zu machen, um homosexuellen Jugendlichen eine positive Identitätsfindung zu ermöglichen.(Dennis Heßmert)
  3. Interkulturelle Erziehung in Bezug auf die integrative Sprachförderung im Hohner Kindergarten in Lengerich. Die Thematik umfasst vor allem die Frage, ob die interkulturelle Erziehung die frühkindliche Integration fördert oder ob sie verbesserungswürdig ist. Dabei kam es eher darauf an, die Alltagswirklichkeit im Kindergarten zu erfassen durch eine Hospitation und Interviews mit Erzieherinnen, um ein realistisches Bild der Integrationsbemühungen zu gewinnen, da die Umsetzung handlungspädagogischer Konzepte häufig unerwartete neue Problemfelder aufdeckt (Theorie-Praxisbezug).(Karolin Kuhlmann)
  4. Frühkindliche Sozialisation durch Kinderliteratur und Möglichkeiten der Leseförderung. Die Arbeit zeigt anhand von Literatur und Quellenrecherchen auf, wie Kinderliteratur frühkindliche Erziehung maßgeblich bestimmt und beeinflusst. Erfahrungen von Erziehern des Kindergartens St. Margareta in Lengerich sind die Grundlage für einen Vergleich mit der Praxis und liefern die Basis für eine pädagogische Bewertung.(Teresa Oehmen)
  5. I n k l u s i o n. Ein neues pädagogisches Zauberwort? Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Behinderten. Die Facharbeit beschäftigt sich mit einem schulpädagogischen Modellansatz, der radikal das Verhältnis zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten in Frage stellt. Ausgangspunkt ist der neue Begriff der Inklusion in Abgrenzung von Integration. Der Ansatz dient im umfassenden Sinne der Humanisierung einer demokratischen Gesellschaft.(Lisa Katt)
  6. Modernes Erziehungsverständnis im Spiegel von frühkindlichen Erziehungsratgebern am Beispiel von Jesper Juul. Erziehungstheorien und erzieherische Alltagspraxis stehen in einem großen Spannungsverhältnis zueinander.. Erziehungsratgeber wollen den Eltern eine paxisbezogene Orientierungshilfe im komplexen Erziehungsalltag geben. Die Facharbeit stellt ein positives Beispiel vor und setzt es in Beziehung zu gegenwärtigen Theorieansätzen.

 

 

 

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