Regeln für Powerpoint-Präsentationen

Powerpoint / Präsentationen:

Was ist eine gute Präsentation? Es ist zunächst einmal ein „mediengestützter Vortrag“. Das Wort „Vortrag“ ist hier entscheidend. Im Zentrum steht der Redner, nicht die Präsentation! Eine gute Präsentation kann man nicht ins Internet stellen, denn je besser eine Präsentation ist, desto weniger kann man ohne dem Sprecher mit ihr anfangen.

Also stellen wir nicht „optisch toll gemachte“ Präsentationen ins Netz, die einschläfernd wirken, das Mitdenken von Schülern lähmen oder dem Auge Schmerzen durch grelle Überblendungen zufügen, sondern die weltweit anerkannten und millionenfach veröffentlichten acht wichtigsten Regeln für Präsentationen:

  • Ein guter Vortrag ist ein relevantes Extrakt: nicht Vollmilch, sondern Kondensmilch! Es gilt die populäre 10–20–30-Regel: Danach sollte ein guter Powerpoint-Vortrag nie mehr als 10 Folien umfassen, nicht länger als 20 Minuten dauern und eine Schriftgröße von nicht weniger als 30-Punkt verwenden.

  • Sei sparsam mit Stilelementen. Verwende nie mehr als zwei Schrifttypen und möglichst nur Farben aus einer Familie (zum Beispiel Rot, Orange, Zinnober) und verzichte auf überflüssigen Schnickschnack wie Überblend- oder Soundeffekte. Das lenkt nur ab.

  • Auf die Reihenfolge kommt es an. Falsch ist: Erst projizieren, dann vorlesen. Dann hört Dir keiner mehr zu, weil das Publikum erst selbst liest. Hören die Leute danach, was sie schon wissen, schalten sie zudem ab. Deshalb sollte eine Folie nur Stichworte oder einprägsame Zahlen beinhalten. Und die solltest Du exakt dann einblenden, wenn sie auch im Vortrag kommen. Nicht vorher, nicht danach.

  • Nur eine Botschaft pro Folie! Die Aufmerksamkeit des Publikums ist begrenzt und sollte vor allem deinem Vortrag gehören. Zu viele Bulletpoints, Fußnoten oder unbedacht eingesetzte Grafiken und Bilder verwirren nur. Je mehr Informationen eine Folie enthält, desto mehr verschwimmt die Kernaussage. Aus demselben Grund wirken Überschriften redundant. Besser: nur eine Zeile pro Folie! Die Slides sollen schließlich den Vortrag visualisieren – nicht ersetzen!

  • Errege Aufsehen. Zuschauer wollen bei Vorträgen und Präsentationen erstens beeindruckt, zweitens unterhalten, drittens angeregt und erst an vierter Stelle informiert werden. Nach diesem Prinzip solltest du Folien gestalten. Aufsehen erregst du etwa mit interessanten themenbezogenen Einblicken, überraschenden Vergleichen und unbekannten Fakten, die für deine Zuhörer relevant sind. Die Höhepunkte solltest du am Anfang und am Ende des Vortrags platzieren – beide bleiben am stärksten in Erinnerung.

  • Nicht die Powerpoint-Folien spielen die Hauptrolle, sondern Du. Entsprechend sollte die Leinwand, auf der Du die Folien zeigst, nie in der Mitte der Bühne stehen – das ist dein Ort. Du bist der Mittelpunkt der Präsentation! Kein noch so schickes Folien-Brimborium kann einen schlechten Vortrag rausreißen. Es kann ihn aber verschlimmern. Gib ihm also nicht zu viel Raum.

  • Wenn Du etwas Bleibendes hinterlassen willst, gib nach (!) dem Vortrag ein umfassendes Handout mit Zahlen, Daten und Tabellen aus. Aber nicht die Powerpoint-Folien! Wenn Du alles richtig gemacht hast, sind diese ohne deinen Vortrag nutzlos.

    Diese Regeln beachten, und das obige Bild bleibt Euch erspart......

     

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