GIS: Mit Erdkunde fit für die Zukunft

Unsere Welt wird täglich kleiner. Orte, die noch vor wenigen jahrzehnten niemand kannte, rücken in den Bölickpunkt des täglichen Interesses. Für die Erdkunde eine Riesenaufgabe, denn als einziges Fach, welches Raumorientierung bietet, steigt die Größe der zu bewältigenden Aufgaben, Daten und Beziehungen exponentiell an.

Ein Werkzeug, um die immer schneller immer mehr werdenden Datenmengen verwalten und nutzen zu können, ist ein geoinformationssystem, kurz GIS.

GIS am HAG:

Am HAG wird im Differenzierungsbereich Erdkunde/Geschichte das Diercke-GIS, aufbauend auf dem Marktführer ArcGIS, eingeführt. Ein halbes Jahr lang steht die Programmierung des GIS im Vordergrund. Zunächst mit fertigen Karten, werden zum Ende hin eigene Karten von Lengerich erstellt und mit verschiedenen Daten "gefüttert".

Was ist ein GIS?

GIS sind eine Verschnmelzung von Datenbanken und Karten. Anders als ein Atlas, der irgendwann veraltet ist, stellt ein GIS Karten immer neu auf der Grundlage der dahinter liegenden Daten dar.

Ein Beispiel: Man möchte die Dichte der Bäckereien pro Einwohner in einer Karte darstellen, um den idealen Platz für eine neue Filiale zu finden. Sind die Orte der Bäckereien in Lengerich erst einmal in eine Karte von lengerich eingebunden, sowie die Bevölkerungsverteilung, so lassen sich diese beiden Werte sehr einfach mitreinander verrechnen und in GIS als Karte darstellen, welche die Orte mit "Bäckereibedarf" grün markiert, die Orte mit Bäckereiüberschuss rot.

Schließt nun eine Bäckerei, muss man nurnoch diese Bäckerei im GIS löschen, und sofort ändert sich die Karte.

Natürlich liesse sich die Standortfindung der Bäckerei noch verfeinern. Abstand zu Hauptstrassen und Nähe zu Parkplätzen wären weitere Argumente, die mit einem GIS problemlos mitberechnet werden können.

Warum GIS:

GIS werden von allen Verwaltungen mittlerweile genutzt. Flächenplanung, Industrieansiedlungen, Standortsuche, Rettungswegepläne, Abwasserleitungspläne, alles basiert auf dynamischen Geodaten, und alles wird mit GIS berechnet.

Mit Geodaten umgehen zu können, Raumdaten zu erfassen und auszuwerten, ist heutzutage eine Schlüsselqualifikation in vielen Berufsfeldern. Daher haben wir dem Kernlehrplan der Bezirksregierung vorgegriffen und GIS bereits in der Mittelstufe im Differenzierungsbereich eingeführt. GIS im Erdkunde ergänzt so den informatisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt des Schulprogramms des HAG um eine wichtige Facette. 

 

 

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