Bewertungskriterien im kompetenzorienterten Erdkundeunterricht in der Sek. 1

 Leistungsbewertung im Fach Erdkunde

Schulrechtliche Grundlagen

Die Leistungsbewertung im kompetenzorientierten Unterricht im Fach Erdkunde bezieht sich auf die im Unterricht oder im Unterrichtszusammenhang erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten (=Kompetenzen), die ihrerseits wieder aus §48 SchulG, § 6 APO-S1 sowie den Ausführungen Kap. 5 des Kernlehrplans Erdkunde Sek. 1 Gymnasium ableiten lassen.

Die Sonstige Mitarbeit ist im Fach Erdkunde notenbestimmend, da im Fach Erdkunde keine Klassenarbeiten in der Sek. 1 geschrieben werden.

Zu Schuljahresbeginn (bei Lehrerwechsel auch zum HJ-Wechsel) werden den Schülerinnen und Schülern die Grundsätze der Leistungsbewertung mitgeteilt, ebenso wird auf dieses im Internetangebot des HAG befindliche Dokument verwiesen. Die Information wird im Klassenbuch vermerkt.

Leistungsrückmeldungen erfolgen i.d.R. zum Quartalsende und zum Elternsprechtag, auf Wunsch des Schülers oder der Erziehungsberechtigten auch zwischendurch. In diesen Informationsgesprächen können neben der Information und Rückmeldung auch Perspektiven für die weitere Leistungsentwicklung sowie Möglichkeiten der individuellen Förderung besprochen werden.

Bei Leistungsdefiziten erhalten die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern individuelle Lern- und Förderempfehlungen zu den Halbjahreszeugnissen. Diese sollen den Kindern und den Eltern Möglichkeiten der Förderung ebenso aufzeigen wie zum Weiterlernen ermutigen.

Für den Bereich der sonstigen Mitarbeit im kompetenzgestützten Unterricht gelten folgende Absprachen:

Die Kompetenzen werden im Unterricht wiederholt und in wechselnden Kontexten bei steigender Komplexität angewendet. Eine Lernprogression innerhalb der verschiedenen Jahrgangsstufen ist gegeben.

Kompetenzen

Die für das Fach Erdkunde wichtigen Kompetenzen sind unterteilt in folgende Bereiche:

Sachkompetenz

Urteilskompetenz

Methodenkompetenz

Handlungskompetenz

Im Schulcurriculum für das Fach Erdkunde sind zu den einzelnen Themenfeldern die vor allem dort vermittelten Kompetenzen aufgelistet.

 Diese Kompetenzen werden im Bereich „Sonstige Mitarbeit im Unterricht“ zusammengefasst und beinhalten

  • mündliche Beiträge zum Unterricht

    • z.B. längere Beiträge zum Unterrichtsgespräch, Präsentationen von Gruppenergebnissen, Kurzreferate

  • schriftliche Beiträge zum Unterricht,

    • z.B. Protokolle, Materialsammlungen, Portfolios, Lerntagebücher, eigens gestaltete Karten

  • kurze schriftliche Übungen (diese müssen angekündigt werden, dürfen maximal 10% einer Zeugnisnote ausmachen, sich maximal auf den Inhalt der letzten 4 ES beschränken und maximal 20 Minuten dauern)

  • Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns

    • Rollenspiele, Befragungen, Erkundungen, Kartierungen, Interviews

Die im Unterricht erworbenen Kompetenzen spiegeln die im Unterricht erworbenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten wieder, welche überprüft werden und unter Bezugnahme der Komplexität, Intensität und Kontinuität in der Notengebung unterschiedlich stark gewichtet werden. Sollten in einem Halbjahr besondere Kompetenzen eine überproportionale Gewichtung zur Notenbildung bekommen, so werden diese Fälle den Schülerinnen und Schülern mitgeteilt. Auch in diesem Dokument sind dieser Schwerpunktkompetenzen benannt.

Beispiele der Notendefinitionen und Anforderungen, um eigene Leistungen einordnen zu können:

 

Noten- definitionen

 

Qualität der Mitarbeit

Fachmethodik

 

Soziale Lernformen

(Ergebnisbezogen)

Schriftliche Übungen

sehr gut

 

Die Leistung entspricht

den Anforderungen in

besonderem Maße.

Ich kann Gelerntes

sicher wiedergeben

und anwenden. Oft

finde ich auch neue

Lösungswege.

Ich kann die

gelernten Methoden

sehr sicher anwenden.

 

Ich höre immer genau zu, gehe sachlich auf andere ein, ergreife bei der Arbeit die Initiative und arbeite gut mir anderen zusammen. Ich leiste einen wichtigen beitrag zum Ergebnis / Produkt

 

Regelmäßige schriftliche Übungen ergänzen die Leistungssituationen im Unterricht (s. „Kompetenzen“)

 

    kurze schriftliche Übungen

  • diese müssen angekündigt werden,

  • dürfen maximal 10% einer Zeugnisnote ausmachen,

  • sich maximal auf den Inhalt der letzten 4 ES beschränken

  • und maximal 20 Minuten dauern)

gut

 

Die Leistung entspricht

voll den Anforderungen.

Ich kann Gelerntes

sicher wiedergeben

und anwenden.

Manchmal finde auch neue Lösungswege.

Ich kann die

gelernten Methoden

meist sicher

anwenden.

 

Ich höre zu, gehe sachlich oftmals auf andere ein, kann mit anderen erfolgreich an einer Sache arbeiten.

befriedigend

 

Die Leistung entspricht im

Allgemeinen den

Anforderungen.

Ich kann Gelerntes

wiedergeben und

meist auch anwenden. Neue

Lösungswege suche ich kaum.

 

Ich kann die

gelernten Methoden

vom Prinzip her

anwenden.

Ich höre oft zu, gehe sachlich zumeist auf andere ein, kann mit anderen an einer

Sache arbeiten.

 

ausreichend

 

Die Leistung zeigt

Mängel, entspricht im

Ganzen jedoch den

Anforderungen.

Ich kann Gelerntes

grob wiedergeben,

aber nicht immer anderen Beispielen

anwenden.

Ich kann die

gelernten Methoden

nicht immer

anwenden.

Ich höre nicht immer zu und gehe nicht immer auf

andere ein. Ich arbeite nur wenig erfolgreich mit

anderen zusammen.

mangelhaft

 

Die Leistung entspricht

nicht den Anforderungen.

Grundkenntnisse sind vorhanden. Mängel können in absehbarer Zeit behoben werden.

Ich kann Gelerntes

nur mit Lücken oder

falsch wiedergeben.

Auf andere Beispiele

kann ich es fast nie

anwenden.

Ich kann die

gelernten Methoden

kaum anwenden.

Ich höre kaum zu, gehe nur selten auf andere ein, arbeite sehr ungern mit

anderen zusammen. Ich kann in sozialen lernformen kaum zu einem Produkt/Ergebnis beitragen.

Beispiele, Teil 2:

 

 

 

Noten- definitionen

 

Fachsprache

Referate

Präsentationen / Lernplakate/ Visualisierungen

sehr gut

 

Die Leistung entspricht den Anforderungen in

besonderem Maße.

Ich kann auch in größeren Zusammenhängen auch vergangene Fachbegriffe sicher unterbringen. Ich formuliere komplexe Zusammenhänge stets unter Beachtung einer korrekten Fachsprache.

Ich kann über die vom Lehrer genannten Quellen hinaus recherchieren und zeige einen hohen Grad der Selbstständigkeit bei der Themen- oder

Schwerpunktbildung, der Materialbeschaffung und -auswertung.

Ich kann eine differenzierte

Gliederung erstellen, die Inhalte aspektreich und sachlich richtig wiedergeben, zeige einen hohen Grad an Methodenkompetenz und

wecke das Interesse beim Zuhörer.

Meine Präsentation erfolgt sprachlich korrekt und genügt den formellen Anforderungen in besonderer Weise.

Ich kann die Inhalte zielgerichtet, themenbezogen und komprimiert weitergeben.

 

gut

 

Die Leistung entspricht voll den Anforderungen.

Ich kann teilweise auch frühere Fachbegriffe sinnvoll und flüssig unterbringen. Ich formuliere komplexe Zusammenhänge stets unter Beachtung einer korrekten Fachsprache.

Ich kann eine Gliederung erstellen,

die Inhalte sachlich richtig wiedergeben, zeige eine gute

Methodenkompetenz, kann eine Gliederung und ein Handout erstellen und berücksichtige Grundregeln des Vortragens.

Meine Präsentation erfolgt sprachlich sicher und genügt den formellen Anforderungen.

Ich kann die Inhalte überwiegend zielgerichtet, themenbezogen und komprimiert weitergeben.

befriedigend

 

Die Leistung entspricht im

Allgemeinen den

Anforderungen.

Ich verwende in aktuellen Themen zumeist korrekte Fachbegriffe.

Ich kann die Inhalte in zufriedenstellendem Maße im Wesentlichen richtig wiedergeben,

zeige Methodenkompetenz,

wähle themengerechte Materialien

(Graphiken, Karten, Diagramme) aus, trage das Referat situationsangemessen und ansatzweise frei vor.

Meine Präsentation erfolgt sprachlich zumeist sicher, die formellen Anforderungen halte ich oftmals ein.

Ich kann die Inhalte im Wesentlichen zielgerichtet und themenbezogen weitergeben.

ausreichend

 

Die Leistung zeigt

Mängel, entspricht im Ganzen jedoch den Anforderungen.

Ich kann zu wichtigen Aspekten, die gerade behandelt werden, sinnvolle Fachbegriffe unterbringen.

Ich kann nur eine wenig differenzierte Gliederung erstellen, die Inhalte nur knapp , jedoch sachlich im Wesentlichen richtig wiedergeben, benutze kaum Fachvokabular und erkläre vor allem bereits im Unterricht erarbeitete Sachverhalte.

Meine Präsentation erfolgt sprachlich wenig sicher und genügt den formellen Anforderungen teilweise.

Es fällt mir schwer, die Inhalte zielgerichtet und themenbezogen weiterzugeben.

mangelhaft

 

Die Leistung entspricht nicht den Anforderungen.

Grundkenntnisse sind vorhanden. Mängel können in absehbarer Zeit behoben werden.

Fachbegriffe verwende ich kaum. Fachbegriffe in einen Sinnzusammenhang zu bringen, fällt mir sehr schwer.

Ich kann nicht auf den Zusammenhang zwischen gewähltem Thema und

Unterrichtsinhalten eingehen,

keine Gliederung erstellen, die Inhalte nur knapp und

sachlich zum Teil falsch wiedergeben, kein Fachvokabular benutzen, beschränke mich vor allem auf bereits im Unterricht erarbeitete Sachverhalte, die zum Teil unverstanden sind.

Meine Präsentation erfolgt sprachlich unsicher und genügt den formellen Anforderungen in Ansätzen.

Ich kann die Inhalte kaum zielgerichtet und themenbezogen weitergeben.

 

Weniger notenrelevante Aspekte des Erdkundeunterrichts in der Sek. 1

Quantität der Beiträge

Hausaufgaben und Heft für sich allein betrachtet

Sozialverhalten

Die Quantität der Beiträge ist in der Sek. 1 nicht notenrelevant. Hier herrscht im gegensatz zur Sek. 2 keine „Bringeschuld“. Jedoch ist eine rege Mitarbeit im Unterricht hilfreich, um selbst zu entscheiden, wann man als Lernender Beiträge abliefern will, und um dem Unterrichtsprozess besser zu folgen.

Hausaufgaben und Heft sind Wege zu einer erfolgreichen Mitarbeit. Bewertungsrelevant in direkter Weise sind sie nicht. Jedoch wird eine erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht bei nicht gemachten Hausaufgaben meist nicht möglich sein, und dieser Aspekt ist sehr wohl notenrelevant. Ähnliches gilt für das Heft. Wissen zu strukturieren, Materialsammlungen vollständig zu haben, ist ein wichtiger, notenrelevanter Aspekt. „Schönschrift“ im Heft, und die Art und Weise der Heftführung allein für sich betrachtet, ist es nicht. Wohl aber Vollständigkeit, eine systematische Ordnung und Übersichtlichkeit.

Das Sozialverhalten im Unterricht ist nicht notenrelevant, da es sich nicht auf die Kompetenzen bezieht. Wohl aber wird es bei ständigen Störungen einem Lernenden schwerfallen, die Anforderungen des kompetenzorientierten Unterrichts zu erfüllen. Auch die Ergebnisse in sozialen Lernformen werden bei ständiger Störung nicht ausreichend sein (siehe soziale Lernformen).

 

Schwerpunkte der Leistungsbewertung in den einzelnen Halbjahren

In den einzelnen Halbjahren sind grundsätzlich die Schwerpunkte der Notenbildung im Bereich der Qualität der mündlichen Mitarbeit im Unterricht zu finden. Die mündliche Mitarbeit im Unterricht findet sich ausformuliert und nach Teilkompetenzen geordnet in den obigen Tabellen wieder.

Besondere Schwerpunkte der Notenbildung, die über das durchschnittliche Maß hinausgehen, sind in der unteren Tabelle verdeutlicht.

 

5.1: Fachmethodik „Umgang mit Karte und Atlas“

7.1: Erarbeiten differenzierter Standpunkte in raumbezogenen Diskussionsrunden

9.1: Ergebnis der Raumanalyse

 

 

 

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