Besondere Veranstaltungen

Hier gibt es einige besondere  Aktionen zu sehen, die den Biologieunterricht innerhalb und auch außerhalb der Schule ergänzen.

 

Vortrag Weiße Nashörner - die Letzten ihrer Art

    

Schülerlabor der Uni Osnabrück

    

Forensik in der Schule - Der genetische Fingerabdruck

 

Exkursion zum Lengericher Steinbruch

    

Exkursion zum Heiligen Meer

 

    

Anna Höcker gewinnt Dr.-Riegel-Fachpreis in Münster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anna Höcker gewinnt Dr.-Riegel-Fachpreis in Münster

Lengerich - Mit ihrer Facharbeit in Biologie hat Anna Höcker viel Beachtung gefunden. Jetzt ist die Schülerin des Hannah-Arendt-Gymnasiums mit dem Dr. Hans Riegel-Fachpreis an der Universität Münster ausgezeichnet worden.

 

Eine mehr als ehrenvolle Auszeichnung hat die Lengericherin Anna Höcker, Schülerin des Hannah-Arendt-Gymnasiums, jetzt erhalten: Den Dr. Hans Riegel-Fachpreis der Universität Münster.

Anna Höcker hat mit ihrer Facharbeit in Biologie mit dem Titel „Embryotransfer als Mittel zur Höchstleistungszucht – Fluch oder Segen?” alle weiteren 37 Nominierten übertroffen und den ersten Preis in der Sparte Biologie gewonnen. In der unter Betreuung von Biologielehrer Florian Hölzl erbrachten Arbeit überzeugte die Gymnasiastin die Juroren vor allem mit ihrer kritischen, unvoreingenommenen Denkweise und der fachwissenschaftlich und methodisch präzisen Argumentationsführung, heißt es in einer Mitteilung des HAG.

Eine Jury aus Universitätsprofessoren hatte die Arbeit begutachtet, Staatssekretär a. D. Wolf-Michael Catenhusen sowie Professorin Ingeborg Henzler (Vorstand der Dr. Hans Riegel-Stiftung, Bonn) verliehen Anna im Anschluss den mit 600 Euro dotierten Preis im Namen der Dr. Hans Riegel-Stiftung und der Stiftung des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF).

Zur Preisverleihung gehörte auch, die Facharbeit vor vollem Hörsaal multimedial zu präsentieren, was angesichts der sehr fachkundigen Zuschauer im Vorfeld für erhebliche Nervosität sorgte: „Will ich das eigentlich?”, fragte Anna Höcker deshalb ihren Biolehrer Florian Hölzl. Von der Nervosität war jedoch während des Vortrages nichts mehr zu spüren: „Annas seriöser und qualifizierter Auftritt hat uns alle tief beeindruckt”, merkte Ingeborg Henzler im Anschlussgespräch an.

 

 

Weiße Nashörner - die letzten ihrer Art

Die Weißen Nashörner sind seine Leidenschaft. Armin Püttger-Conradt, Biologe aus Elmshorn, erforscht sie seit 30 Jahren. Er hat neun Jahre in Afrika gelebt und musste miterleben, wie die letzten Tiere ihrer Art von Wilderern erschossen wurden und ihr Lebensraum durch Bürgerkrieg und den Abbau von Coltan zerstört wurde, sodass 2010 kein frei lebendes Rhino mehr gesichtet wurde und das Weiße Nashorn (Nördliches Breitmaulnashorn) als ausgerottet galt.

Es ist dem Biologen ein Anliegen, junge Menschen für das Artensterben in Afrika zu sensibilisieren. Daher folgte er der Einladung der Biologiefachschaft gern und nahm Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6, 8 und Q2/13 mit auf eine Forschungsreise, auf der sie viel Spannendes über das Verhalten und die Evolutionsgeschichte der Nashörner erfuhren.

In drei Lichtbildvorträgen, die auf das Alter und Vorwissen der Schüler abgestimmt waren, schilderte der Biologe anschaulich, dass es große Bemühungen um den Schutz der Tiere gebe, ihr endgültiges Aussterben aber vermutlich kurz bevorstehe. Noch in den sechziger Jahren gab es im Gebiet Uganda, Kongo und Sudan etwa 2000 Tiere. 1980 fand Armin Püttger-Conradt nur noch etwa 40 Tiere und alarmierte die Zoologische Gesellschaft, die durch weitere Untersuchungen diesen dramatischen Rückgang bestätigte. 1983 wurden sogar nur 14 Tiere gezählt. Deren Bestand erholte sich zwar durch intensiven Schutz von Wildhütern auf wieder 40 Tiere bis Ende der neunziger Jahre. Doch die Kriege um Macht und Einfluss in der Region, die reich an Bodenschätzen ist, machten den Schutz der Nashörner in nachfolgenden Jahren unmöglich und so wurden auch die letzten freilebenden Tiere vor drei Jahren durch Wilderer ausgerottet. Der illegale Verkauf des Hornes der Nashörner bringt einen Erlös von etwa 35.000 Euro pro Kilo und das nur, um daraus Dolchgriffe oder Potenzmittel herzustellen. So ist das zweitgrößte Landsäugetier - fast unbemerkt von der Öffentlichkeit - in der freien Wildbahn ausgestorben.

Eine minimale Chance für die weißen Nashörner bestehe noch, so Püttger-Conradt, denn es lebten noch sechs weiße Rhinos in einem Zoo in Tschechien. Vier jüngere von ihnen seien vor einem Jahr in ein Schutzgebiet nach Kenia geflogen worden. Ob es aber zu Nachwuchs komme, sei fraglich. Der Elmshorner Biologe wird das Schicksal der tschechischen Tiere demnächst vor Ort in Kenia weiterverfolgen. Es bleibt zu hoffen, dass er bei seinem nächsten Besuch am HAG etwas Positives über die Arterhaltung seiner Schützlinge zu berichten hat.

 


Gentechnik - eine Alltagstechnik?

(Osnabrück, 27.5.2009) Nach dem erfolgreichem Einsatz des Genetik-Koffers wollen wir, der BioLK12-Hölzl, mehr. Wir wollten direkt ins Herz der Osnabrücker Gentechnik vorstossen, in das direkt neu für uns eingerichtete Schülerlabor des "explain-OS"-Programms. Absolut perfekt vorbereitet und mit Vorträgen und Anleitungen bestens unterstützt, wollten wir eine Restriktionsenzymfragmentanalyse durchführen. Hierzu wurden zunächst die Plasmide von Escherichia coli gereinigt aufbereitet, was fast die meiste Zeit in Anspruch nahm. Danach wurden die verschiedenen Plasmide, teils rekombinant mit Sucrose-operons beladen, mit drei Restriktionsenzymen geschnitten und die Fragmente dann gelelektrophoretisch auf einer brandneuen Elektrophoresekammer aufgetrennt und analysiert. Danch hätten wir die Banden auschneiden können und zu brandneuen Plasmiden rekombinieren können, und wir sind sicher, diese auch in Bakterien erfolgreich unterbringen zu können. Doch das heben wir uns für die Zeit nach dem Abi auf.... Wir gingen essen: in der Mensa. Lecker. Einige leider bei McDonalds. Anbei einige Bilder, und ein Video der Gelelektrophorese.

 
 
 

Die Gelelektrophorese:

 


 

Tätersuche mit genetischem Fingerabdruck

(Lengerich, 24.04.2009) Wessen DNA wurde am Tatort gefunden? Drei verschiedene Verdächtige werden mit modernsten molekulargenetischen Methoden überprüft. Der genetische Fingerabdruck wird vom Biologie LK zunächst mit Hilfe der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) auswertbar gemacht und dann mit einer Gelelektrophorese analysiert. Schuldig oder unschuldig? Hier eine Frage der Gene.

Durch Unterstützung der Universität Osnabrück (PD K. Jahreis) findet Forschung den Weg in die Schule, hier mithilfe des Natworking@school-Projektes. Nicht nur Theorie, sondern auch grundlegende Methoden (wie pipettiere ich 20 Mikroliter?) und praktisches Arbeiten an teuren Geräten wie Thermocyclern verbessert Interesse, Gedächtnisleistung und Verständniss. Und die Fähigkeit, in einer Küche mit Gelatine den perfekten Tortenguß zu erstellen.Und die PCR mit der Gelelektrophorese war einfach nachzuvollziehen, das Schwerste waren die zu gießenden Gele (Übung macht den Meister!) und das Befüllen der unsichtbaren Probentaschen unter Wasser. Die Auswertung sollte unten keine Probleme bereiten: Verdächtige A,B,C aus je zwei Gruppen (A1,B1,C1,A2,B2,C2), die Tatort-DNA X und die Kontrollleitern zur Größenidentifizierung L1 und L2 sowie zur Sicherheit die A,B,C-Proben der Uni (UA,UB,UC).

Wer war nun der Täter? Und als Zusatz: Wie könnten theoretisch A,B,C familiär in Verbindung stehen? (OK, in der echten Forensik würde ein Nachweis mit nur einem Genloci viel zu wenig Gewicht haben, da müssten deutlich mehr Loci getestet werden. Hier gehts nur ums Prinzip).

Und alles wurde fotografiert!

     
Unsichtbare wacklige Taschen
Vorbereiten der Gele
Gele gießen ist Übungssache!
     
mit Spannung direkt aus der Spannung
Die frisch gefärbten Gele

der fertige genetische Fingerabdruck

 


 

Heiliges Meer 2008

Wie jedes Jahr, machte sich im Herbst 2008 der Bio-LK auf, die Gewässerökologie an einem besonderen Gewässer zu erkunden: dem heiligen Meer in Hopsten. Drei Tage Glück mit dem Wetter, ein angenehmes Kursklima und verschiedene Planktontierchen später einige Fotos davon:

 

 


Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region:    Die Firma Dyckerhoff

Seit Jahren führen wir mit Unterstützung der Firma Dyckerhoff Exkursionen im Lengericher Steinbruch durch. Herr Dr. Michael Rossmanith steht uns als Ansprechpartner und Exkursionsleiter mit seinem Engagement und seinem Sachverstand zur Verfügung. Wir sind in der glücklichen Lage, für unsere Schüler/innen der Oberstufe und der Sek. I. den Unterricht durch Exkursionen und praktische Arbeiten zu einer Reihe sehr interessanter Themen in unmittelbarer Nähe zur Schule gestalten zu können.

Es gibt Exkursionen, die sich mit der Artenvielfalt der Flora und Fauna der Lengericher Steinbrüche , mit speziellen Pflanzengesellschaften (Kalkbuchenwälder, Kalk-Halbtrockenrasen und Niederwälder), mit Renaturierungsmaßnahmen, den geologischen Verhältnissen und den im Steinbruch vertretenen Fossilien befassen. Das Thema Vereinbarkeit von Naturschutz und Rohstoffgewinnung mit wirtschaftlichen Interessen, der klassische Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie kann hier in allen Facetten diskutiert und exemplarisch erarbeitet werden.


Exkursion: Geologie und Fossilien

Besonders interessant für die Grund- und Leistungskurse mit dem Kursthema Evolution sind die geologischen Exkursionen durch den Dyckerhoff - Steinbruch. Hier eröffnet sich in den Aufschlüssen ein Einblick in die Erdgeschichte zwischen 95,5 –89 Millionen Jahren, vom Oberturon bis zum Untercenoman. Die Exkursionsteilnehmer erfahren über die Entstehung und den Ursprung der Kalk- und Mergelschichten, Schwankungen des Meeresspiegels, Auffaltung von Schichten, fossile Zeugnisse des damaligen marinen Lebens, wie Muscheln, Seeigel, Armfüßer, Meeresschnecken und Fische.

Der folgende Link liefert Informationen zum Thema:

http://www.boerseos.de/

Auf unserer Exkursion im Herbst 2009 beschränken sich unsere fossilen Funde jedoch auf eine im Cenoman weit verbreitete Gruppe von Muscheln, die Inoceramen. Wir lernen sie anhand verschiedener Merkmale wie Wirbel, Schlossrand, Flügel, Skulptur, Wachstumsachse, etc. voneinander zu unterscheiden. Wir begeistern uns für unsere Funde von Exemplaren der rezenten Flora und Fauna.

Hier ein paar Eindrücke von unserer Exkursion unter der Führung von Herrn Dr. Rossmanith (der Grundkurs von Frau Groenewold, Herbst 2009).

 

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