Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen und Interessen

Im Rahmen unseres Förderkonzeptes bieten wir an unserer Schule Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen die Teilnahme an einem sogenannten ‚Drehtür-Projekt’ an.

Hier sind einige Schüler/innen mit Projekten der letzten Zeit zu sehen.

Das ‚Drehtürprojekt’ – was ist das eigentlich?

Das ‚Drehtürprojekt’ soll begabten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, den Regelunterricht zu bestimmten Zeiten zu verlassen und sich mit einem umfangreicheren, selbstgewählten Thema über einen längeren Zeitraum selbständig zu befassen.

Grundidee des Drehtür-Modells ist, dass zeitliche Freiräume für individuelles vertiefendes Lernen während des „normalen“ Unterrichts gegeben werden.

Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße herauszufordern, sie zu motivieren und so ihre Entwicklung zu fördern.

Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass mehr Interesse an einem solchen Projekt besteht , wenn es mit einem Mitschüler/einer Mitschülerin durchgeführt werden kann.

Hier ist dann zusätzlich Teamgeist, Kommunikations- , Konflikt- und Kritikfähigkeit gefragt.

Die Durchführung des Projektes erfolgt selbstverständlich im Rahmen der allgemeinen Schulordnung und ist durch eine schriftliche Vereinbarung zwischen Schülern, Eltern und Schule geregelt.

Das Prozedere:

Fachlehrer schlagen Schülerinnen und Schüler, die sie für geeignet halten, auf einer der Konferenzen (z.B. der pädagogischen Konferenz ) für ein Projekt vor. Die Klassenkonferenz unterstützt den Vorschlag.

Als geeignet werden Schülerinnen und Schüler mit hoher intellektueller Kapazität, hoher aufgabenbezogener Motivation, guter Arbeitshaltung und einem hohen Maß an Kreativität angesehen, von denen man annehmen kann, dass sie problemlos den versäumten Stoff nachholen können.

Das Projekt ist vorgesehen für Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-10. Für begabte Kinder der Klasse 6 ist die Durchführung eines ‚Mini-Drehtürprojektes’ möglich.

  1. Der vorschlagende Fachlehrer/Klassenlehrer und Frau Groenewold führen ein Gespräch mit der betreffenden Schülerin/dem betreffenden Schüler. Frau Groenewold stellt das Projekt mit seiner Intention, seinen Möglichkeiten, die Vorgehensweise im Detail und auch Probleme, die möglicherweise auftreten können, vor. Die Schüler/innen können in Ruhe überlegen, auch im Gespräch mit ihren Eltern, ob sie gerne an einem solchen Projekt teilnehmen möchten.

  1. Die Schülerin/der Schüler wählt einen Betreuer. Frau Groenewold ist ggf. bei der Vermittlung eines Betreuers behilflich

  1. Der Betreuer begleitet die Schülerin/den Schüler während der Projektdurchführung. Er steht ihr/ihm ggf. bei der endgültigen Themenfindung als Gesprächspartner zur Verfügung. Er bespricht regelmäßig den organisatorischen Rahmen, eventuelle methodische Fragen.

  1. Das Thema des Projektes sollte nicht ein Thema des Schulunterrichts sein.

Die Schülerin/der Schüler wählt ein Thema ihrer/seiner Neigung. Dabei kann es sich um ein Thema aus unterschiedlichsten Bereichen handeln (Naturwissenschaften, Sprachen, Kunst, Musik). Sie/er könnte sich auch mit einem sozialen Projekt auseinandersetzen, ein solches planen, in Gang setzen.

  1. Die Schule trifft mit der Schülerin/dem Schüler und deren/dessen Eltern grundlegende Vereinbarungen in Form eines Vertrages. Hierin verpflichtet sich die Schülerin/der Schüler u.a. ein Lerntagebuch zu führen, das den Arbeits- und Lernprozess begleitet, Aufschluss über Ziele, Vorgehensweise, Stand der Arbeit, auftretende Probleme (Evaluation), etc. gibt. Die Abmeldung vom Fachunterricht wird von der betreffenden Lehrerin/dem betreffenden Lehrer unterzeichnet.

  1. Die Schülerin/der Schüler ist für den Zeitraum von ca. 3 Monaten für ca. 2x2 Stunden in der Woche für ihr/sein Projekt vom Regelunterricht befreit. Sie/er verteilt sein Projektstunden gleichmäßig auf die verschiedenen Fächer. Es bieten sich Stunden an, in denen Unterrichtsstoff wiederholt wird. Die betroffenen Kollegen müssen vorher informiert werden und ihr Einverständnis geben.

Für Teilnehmer an einem ‚Mini-Drehtür-Projekt’ ist ein Zeitraum von ca. 16 – 24 Stunden vorgesehen.

  1. Als Arbeitsraum soll der Erdkunderaum 3 dienen. Hier kann die Schülerin/der Schüler sich einen eigenen Handapparat zusammenstellen. Weitere Plätze sollen eingerichtet werden.

  1. Die Schülerin/der Schüler präsentiert ihr/sein Projekt in einem geeigneten Rahmen (Klasse, Jahrgangsstufe, Projekttag). Unterschiedliche Darstellungsformen sind denkbar (Video, Hörspiel, eine musikalische Darbietung, eine Choreographie, ein Modell, eine Zeitschrift, eine Dokumentation, eine Skulptur, etc.).

  1. Die Durchführung eines Projektes wird als besondere Lernleistung auf dem Zeugnis gewürdigt


Frau Groenewold, Frau Hoffmann und Frau Schröder stehen im Hintergrund als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung, Juni 2017

 

 

 


Projekte der letzten Zeit

 

Zur Entwicklung des Drehtür-Modells am HAG

Im Jahr 2004 hat sich die Arbeitgruppe ‚Begabtenförderung’ in mehreren Sitzungen mit dem ‚Drehtürmodell’ als einem Konzept des individualisierten vertiefenden Lernens (Enrichment) auseinandergesetzt. Die theoretische Literatur und Erfahrungen mehrerer Schulen in NRW wurden intensiv diskutiert. Am 9.12.2004 wurde das Konzept auf der Lehrerkonferenz vorgestellt und verabschiedet. In den folgenden Jahren sind viele Projekte durchgeführt worden.

 

Hier ein Überblick über einige Themen, die in den letzten Jahren behandelt wurden:

 


  • Die Bedeutung des Sports an amerikanischen Schulen am Beispiel des           Hockeys
  • The Main Differences between German and American School Education
  • Naturkatastrophen
  • Warum ist Rechnen in der Chemie so unbeliebt?
  • Aufbau und Funktion eines Gleichstrommotors
  • Chaostheorie am Beispiel des Pendelversuchs
  • Die Kraft-Wärme-Kopplung: Das Prinzip, die Umsetzungen und Möglichkeiten
  • Der darwinsche Prozess, dargestellt an einem Lebewesen und zeichnerisch in ein Spiel umgesetzt
  • Übersetzung eines deutschen Kinderbuches ins Lateinische (Tatort Geschichte: Im Schatten der Akropolis)
  • Das Luftschiff LZ 129 Hindenburg/Unglück
  • Erstellung eines Programms zur Fernsteuerung eines Lego-Roboters
  • Programmieren eines Legoroboters
  • Ein Umwelt-Comic in englischer Sprache
  • Müll am HAG
  • Kryptozoologie
  • G8- Abitur nach 12 Jahren
  • Die europäische Union
  • Wie funktioniert das Mobilnetz?
  • Coco Chanel: Studium der Lebens- und Arbeitbedingungen einer Mode-Ikone des 20. Jahrhunderts
  • Umsetzen des Buches : Ich knall euch ab!
  • Lösen von Knobelaufgaben in der Mathematik/Leitung einer Schülergruppe auf einen Mathematik-Wettbewerb
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