Bilinguale Module

In bilingualen Modulen wird die Fremdsprache als sogenannte Arbeitssprache verwendet; sie dient dazu, sich über ein fachliches Thema zu verständigen und auseinanderzusetzen. Die Fremdsprache ist nicht, anders als im Sprachenunterricht, Gegenstand der Betrachtung. Sprachrichtigkeit wird nicht bewertet. Sie wird nicht explizit korrigiert, es sei denn , die SchülerInnen würden es ausdrücklich wünschen. Entscheidend ist, erfolgreich zu kommunizieren. Die gelegentliche Verwendung der Muttersprache ist akzeptiert. Die SchülerInnen werden zusätzlich zu ihrem Fremdsprachenunterricht der Fremdsprache exponiert. Wir erhoffen uns, dass im Idealfall , wenn die SchülerInnen sich auf die Idee des Projektes einlassen, sie im Verlauf des Unterrichts unbefangener und experimentier-freudiger mit der Sprache umgehen und intensiver auf Kenntnisse, die sie in anderen Fremdsprachen in der Sek. I erworben haben, zurückgreifen werden. Der Unterricht ist handlungsorientiert, so dass für jeden Schüler/jede Schülerin viele Gelegenheiten bestehen, sich unbefangen über fachliche Inhalte, methodische Vorgehensweisen, manuelle Operationen, etc. auf Englisch auszutauschen. Auf diese Weise kann der bilinguale Unterricht einen Beitrag auf dem Weg zu einem selbstverständlicheren Gebrauch der Fremdsprache leisten.

Solche Module können im Unterricht verschiedenster Fächer realisiert werden (Geschichte, Erdkunde, Physik, Biologie , Sport, Musik).

Bilinguales Modul im Biologieunterricht der EF am HAG

2012 haben wir an unserer Schule ein bilinguales Modul zum Thema Zellbiologie als Pilotprojekt in englischer Sprache durchgeführt. Die SchülerInnen waren sehr aufgeschlossen für das Projekt. Eine anschließende Evaluation in 3 von 4 Gruppen ergab überwiegend eine positive Resonanz.

Voraussetzung für den Erfolg eines solchen Moduls ist, dass die TeilnehmerInnen bereit sind, sich fachspezifisches Vokabular in der englischen Sprache anzueignen und einen im Vergleich zum Unterricht in der Muttersprache höheren Aufwand für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts zu betreiben.

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen der beteiligten KollegInnen,  Herrn Arends, Frau Groenewold und Frau Rolf und dem Feedback der SchülerInnen wurde das Modul für das Schuljahr 2015/16 überarbeitet, so dass die SchülerInnen noch mehr von dem Unterricht profitieren können.

Möglichkeiten der individuellen Förderung über Binnendifferenzierung und Angebote von zusätzlichen anspruchsvollen Aufgaben sollen ausgeschöpft werden.

SchülerInnen, die von der Realschule auf unsere Schule gewechselt haben, erhalten, sofern notwendig, besondere Unterstützung.

 

Silke Groenewold ©

(Ansprechpartnerin für Begabtenförderung)

Stand: Juni 2017

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