"Komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben" ist eine gemeinsame Initiative des Schulministeriums und der Vertreter von Lehrerorganisationen in Nordrhein-Westfalen. Mit der Initiative soll die Sitzenbleiber Quote in den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 schrittweise reduziert werden. Wichtigste Bedingung dabei ist, dass wirksame Förderkonzepte und Maßnahmen zur Reduzierung der Sitzenbleiber Quote erkannt und weiter entwickelt werden. Die Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche individuelle Förderung zur Reduzierung der Sitzenbleiber Quote werden in diesem Prozess an den teilnehmenden Schulen wahrgenommen und konzeptionell in den Mittelpunkt gestellt. (vgl. http://www.zukunftsschulen-nrw.de)

 

Am Hannah-Arendt-Gymnasium werden im Rahmen des Komm mit-Projekts Förderkurse in bestimmten Kernfächern der Mittelstufe, besonders im Bereich der Fremdsprachen und in Mathematik, angeboten, da erfahrungsgemäß hier die meisten Schwierigkeiten auftreten. Der Förderunterricht findet als sogenannter „Werkstattunterricht“ statt: Die Werkstattlehrerinnen und –lehrer erhalten von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern individuelles Fördermaterial, mit dem die Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiten können, aber bei Bedarf können sie auch Hilfestellungen bekommen. Durch die Unterstützung des Fördervereins der Schule und ehrenamtliches Engagement pensionierter Lehrer ist das Hannah-Arendt-Gymnasium in der Lage, kleine Gruppen von Schülerinnen und Schülern individuell zu fördern. Die betreffenden Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern werden von den Fachlehrern schriftlich über die Teilnahmeempfehlung informiert und verpflichten sich, die Förderkurse in der Regel für ein Halbjahr zu besuchen. Allerdings ist die Teilnahme nicht zwingend, da zum Teil bereits andere Formen der Förderung, z.B. durch das Tutorenkonzept („Schüler helfen Schülern“) oder durch privaten Nachhilfeunterricht, erfolgen.

 

Wie alle teilnehmenden Schulen gibt auch das Hannah-Arendt-Gymnasium jedes Jahr zum Schuljahresende sowohl die Zeugnisdaten der Schülerinnen und Schüler als auch eine Aufstellung der Förderkonzepte der Schule an die wissenschaftliche Betreuung des Projekts weiter. Nach Abschluss der Eingabe erhält die Schule die aufbereiteten Daten in einer detaillierten Rückmeldung in Form von Tabellen und grafischen Übersichten. Daraus lässt sich ablesen, wie hoch der Anteil der Wiederholer an unserer Schule im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Schulen liegt, welche Rolle die Noten in den verschiedenen Fächern bei Nichtversetzungen spielen und wie wirksam die bei uns getroffenen Fördermaßnahmen sind.

 

Am Hannah-Arendt-Gymnasium gibt es eine unterdurchschnittlich niedrige Zahl an Schülerinnen und Schülern, die eine Klasse wiederholen. Dies zeigt, dass wir die Schülerinnen und Schüler in der Erprobungsphase richtig beraten und in den Klassen 7 -9 frühzeitig über mögliche Gefährdungen der Versetzung informieren und die eingeleiteten Fördermaßnahmen Erfolge zeigen.

 

In der Vergangenheit bekamen die teilnehmenden Schulen ein gewisses Kontingent an zusätzlichen Stellen, um den erforderlichen organisatorischen und pädagogischen Aufwand auszugleichen. Da dies in Zukunft nicht mehr der Fall sein wird, hoffen wir, dass die Förderungen aus dem Stundenkontingent geleistet werden können.

 

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