Die Einführung der neuen Kernlehrpläne in der Sekundarstufe I und die Entscheidung für eine Schulzeit von acht Jahren haben für die Mittelstufe viele Veränderungen mit sich gebracht.

Die Lehrpläne für alle Fächer wurden überarbeitet und den neuen Rahmenbedingungen angepasst. Dieser Prozess ist nicht abgeschlossen, sondern wird basierend auf den Erfahrungen des Unterrichts ständig weiter geführt.

Da die Verkürzung der Schulzeit auch wesentlich die Jahrgangsstufen 7 – 9 betrifft, muss dies natürlich durch entsprechende Maßnahmen begleitet und aufgefangen werden, zumal die Heranwachsenden in dieser Zeit in einer entwicklungspsychologisch sensiblen Phase sind.

Am Hannah-Arendt-Gymnasium wird in diesen Jahrgängen daher ein besonderer Schwerpunkt auf die Bereiche  Prävention, Individuelle Förderung, Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler gelegt. Dies sollen einige Beispiele in der folgenden Aufstellung verdeutlichen.

Prävention

·        In verschiedenen Jahrgangsstufen tragen Freizeiten, pädagogische Tage und weitere besondere Unternehmungen dazu bei, dass der Kontakt der Schülerinnen und Schüler untereinander gefördert und die Klassengemeinschaft gefestigt wird. Zu Beginn der 7. Klasse steht die Klassenfahrt nach Bad Zwischenahn auf dem Programm. Die pädagogischen Tage zum Thema „Klassengemeinschaft“ in Klasse 8 finden in der Bildungsstätte der CAJ in Saerbeck statt, und zum Ende der Mittelstufe, wenn sich die gewohnten Klassenverbände auflösen, wird eine besondere, gemeinsame Unternehmung von den einzelne Klassen geplant und durchgeführt.

·        In jedem Schuljahr finden für die Klassen der Mittelstufe die Gesundheitstage statt, an denen externe Referenten ausführlich zu unterschiedlichen Themenbereichen wie Pubertät, Umgang mit dem Internet, Mobbing,  Rauchen, Probleme des Alkoholkonsums, Essstörungen, Depressionen usw. Stellung nehmen und auf Fragen der Schülerinnen und Schüler eingehen. Diese Veranstaltungen werden ergänzt durch gemeinsam mit der Schulpflegschaft veranstaltete Informationsabende für Eltern zu identischen oder ähnlichen Themen.

Individuelle Förderung

·        In den Klassen 7 - 9  wird das Projekt „Lernen lernen" aus den Anfangsklassen fortgesetzt. Nach einem speziell entwickelten Methodenkonzept werden den Schülerinnen und Schülern bestimmte Schwerpunktkompetenzen über verschiedene Unterrichtsfächer so vermittelt, dass sie zur Oberstufe hin über ein breites Methodenwissen im Sinne selbstständigen und kooperativen Lernens verfügen. Darüber hinaus bildet die individuelle Förderung einen speziellen Schwerpunkt.

·        Für Schülerinnen und Schüler, die in einzelnen Fächern Lernschwächen zeigen, wird ein individueller Förderplan erstellt. Dies findet beginnend mit dem Schuljahr 2014 / 2015  spätestens drei Wochen nach dem Halbjahreszeugnis zusammen mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern, den Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern statt. Der individuelle Förderplan beinhaltet Maßnahmen, die auf die jeweilige Schülerin oder den jeweiligen Schüler abgestimmt sind und in Teilen im Folgenden genannt werden.

·        Die Teilnahme der Schule am landesweiten Förderprogramm „Komm Mit! - Fördern statt Sitzenbleiben" und die in diesem Zusammenhang entwickelten Lernwerkstätten sowie das „Tutorenkonzept“ (Schüler helfen Schülern) sind weitere Bausteine, um Schwächen in den Hauptfächern durch gezielten Förderunterricht in Kleingruppen / Einzelunterricht auszugleichen.

·        Ebenso werden Schülerinnen und Schüler mit ihren besonderen Stärken gefördert. Die Teilnahme an Wettbewerben, z.B. im Bereich der Sprachen oder Naturwissenschaften, und das Drehtürmodell, bei dem besonders begabte Schülerinnen und Schüler den regulären Unterricht für eine gewisse Zeit verlassen und eigenständig an einem Thema arbeiten können, sind Beispiele für solche Maßnahmen.

·        Auch die Differenzierungskurse in den Klassen 8 und 9 ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, im Rahmen des Wahlpflichtbereichs individuelle Schwerpunkte zu setzen. Sie können Spanisch als dritte Fremdsprache, unterschiedliche Angebote aus dem Bereich Informatik (Informatik mit medialem Zugang, Robotik und Naturwissenschaften) oder auch fächerübergreifende Kurse (Geschichte mit Erdkunde) wählen. Voraussetzung für eine solide Vorbereitung auf die Wahlentscheidung ist eine frühzeitige Information und individuelle Beratung der Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern. Wie bereits beim Übergang in die Klasse 6 und der damit verbundenen Wahl der zweiten Fremdsprache wird auch vor den Wahlen im Differenzierungsbereich eine umfassende Übersicht über das Angebot der Schule gegeben. Zu diesem Zweck finden am Ende der 7. Klasse spezielle Informationsabende statt.

Beratung

·        Beratung beschränkt sich selbstverständlich nicht auf die Planung der Schullaufbahn und des Schulabschlusses. Erfahrungsgemäß muss eine Schule gerade für die sich entwicklungspsychologisch verändernden Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 verschiedene Hilfen und Fördermaßnahmen bereitstellen. So bietet ein psychosoziales Beratungsteam von entsprechend fortgebildeten Lehrerinnen und Lehrern am HAG Unterstützung für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern an, wenn entsprechender Bedarf besteht und vermittelt gegebenenfalls Kontakte zu außerschulischen Beratungsstellen.

 

Diese Aufzählung zeigt, dass es uns sehr wichtig ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule wohlfühlen und wir versuchen, möglichen Problemen schon im Vorfeld entgegenzuwirken und dadurch erfolgreiches Lernen zu ermöglichen. In den betreffenden Abschnitten unserer Homepage werden diese ausgewählten Maßnahmen noch ausführlicher dargestellt.

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